Zsa Zas neuer Sohn: Guxhagener lässt sich von Prinz Frédéric von Anhalt adoptieren

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Markus Wölfert (27) und Adoptivpapa Prinz Frédéric von Anhalt. Fotos: Privat

Guxhagen. Gestern noch ein Junge aus dem beschaulichen Guxhagen, heute Prinz Maximilian Ferdinand Leopold von Anhalt. Eine Geschichte, wie gemacht für das Märchenland Nordhessen, die Heimat der Gebrüder Grimm. Und doch ist diese Geschichte wahr und spielt im Jetzt und Heute.

In ihrem Zentrum steht der 27-jährige Markus Wölfert. „Ja, es stimmt“, sagt er , „Prinz Frédéric von Anhalt und seine Frau Zsa Zsa Gabor haben mich adoptiert.“ Der frisch gebackene Blaublüter, der von nun an gerne mit „Prinz Maximilian“ angesprochen werden möchte, hat seine alte Identität abgelegt und präsentiert sich seitdem stolz mit einem Bild seiner neuen Eltern auf seiner extra dafür angelegten Internetseite.

Im  Urlaub in Los Angeles kennengelernt

„Der Kontakt entstand schon vor vier Jahren während eines Urlaubs in Los Angeles“, erzählt der ehemalige Vorsitzende der Jungen Union im Schwalm-Eder-Kreis, der auch Mitglied im Landesvorstand war. Wie andere Touristen auch, habe er  nach Promis Ausschau gehalten und sei dabei auf den für seine exzentrischen Eskapaden bekannten Prinz Frédéric getroffen. Der habe ihn überraschend zum Kaffee eingeladen.

“Frédéric wollte einen Akademiker”

Wieder zurück in Deutschland blieb man in Kontakt. Immer wieder fuhr der Guxhagener zu Besuchen nach Hollywood.   „Etwa vor einem Jahr kam dann das Angebot zur Adoption“, so der angehende Jurist, der erklärt, sein neuer Stiefvater habe gerne einen Akademiker in der Familie haben wollen, nachdem aus seinen anderen Adoptiv-Söhnen nichts geworden sei.

„Nicht standesgemäß“, nennt der Neuadlige denn auch das Verhalten seiner Vorgänger. Unter ihnen Prinz Marcus aus Pforzheim, der sein Geld im Rotlichtmilieu verdient, und Prinz Michael aus dem südhessischen Groß-Zimmern, der eine Fitness-Studio-Kette betreibt und gerne als Jurymitglied zur Wahl der „Alpen-Queen“ in Ischgl oder zur „Miss World Bikini“ in Eschborn kommt. Oder Prinz Oliver, der in L.A. einen Nachtclub-betreibt.  Sie alle lieben Goldkettchen, Prunk und Blitzlichtgewitter.

“Titel nicht gekauft”

Doch davon will Prinz Maximilian – zumindest jetzt – noch nichts wissen. „Ich habe meinen Titel nicht gekauft.“ Derzeit helfe er seinem neuen Vater bei verschiedenen Angelegenheiten und könne dafür kostenlos in dessen Hollywood-Villa leben.

Bald jedoch werde er sein Referendariat bei einer großen Wirtschaftskanzlei in Frankfurt fortsetzen.  Nach dem Ende des Studiums, so sagt er, wolle er gerne in Los Angeles arbeiten. Ob als Rechtsanwalt, lässt er offen. Er könne sich auch vorstellen ins Filmgeschäft einzusteigen. „Entsprechende Kontakte habe ich schon genüpft“, so Prinz Maximilian.

So laufen derzeit Dreharbeiten mit Filmstar Ben Affleck im  Frédéric’schen Anwesen statt und auch andere Hollywood-Größen wie Musikproduzent Quincy Jones oder Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger geben sich die Türklinke in die Hand.

Ein Leben wie im Traum? „Ja“, räumt der Prinz ein, der früher gerne Sissi-Filme geschaut hat. Doch er fügt hinzu: „Man muss auch wissen, dass hier jeder seine Rolle spielt.“ Gerade deshalb freue er sich über die Kontakte in die alte Heimat, nach Guxhagen. „Klar“, so hat er erkannt, „nicht jeder versteht meinen Schritt“, von dem er selbst sagt, er sei „außerhalb des Mainstreams“.

Doch er erhalte auch viele positive Rückmeldungen. Auch seine leiblichen Eltern seien immer eingebunden gewesen und fänden seine Entscheidung „okay“. Ganz vom Glanz und Glamour  will sich Prinz Maximilian auch in Deutschland nicht verabschieden. „Ich plane verschiedene Aktionen“, verrät er und auch eine Rückkehr in die Politik will er nicht ausschließen. Man darf also gespannt sein…

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